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Während sie den Berg hinabstiegen, ...
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AUGENBLICK - ein Gedanke aus dem Einblick 2018/07

Liebe Mitchristen,

Leid und Tod gehören nicht zu den Themen, mit denen wir uns gern auseinandersetzen. Instinktiv meiden es die meisten von uns, sich damit zu beschäftigen und sind froh, wenn sie selbst oder ihr direktes Umfeld davon verschont bleiben.

Im Blick auf die Passion Jesu erging es den Jüngern nicht anders, und auch Jesus hat nicht das Leid um des Leides willen gesucht. Aber auf dem Weg von Galiläa nach Jerusalem beginnt er sich auf die schwere Zeit einzustellen, die ihm bevorsteht. Sehr deutlich redet er vor seinen Jüngern davon, dass er in Jerusalem leiden und sterben, aber nach drei Tagen auferstehen wird. Doch sie wollen das nicht hören.

Das heutige Evangelium erzählt nun, wie Jesus drei von ihnen – Petrus, Jakobus und Johannes – mit auf einen hohen Berg nimmt. Dort erleben sie einen unvergleichlichen Moment. Vor ihren Augen verwandelt er sich, seine Kleider werden strahlend weiß. Die beiden großen Propheten Mose und Elija erscheinen, und aus der Wolke erklingt die Stimme Gottes:

Das ist mein geliebter Sohn; auf ihn sollt ihr hören.

Mk 9, 7

Festhalten lässt sich der Moment leider nicht. Jesus steigt mit den Jüngern wieder den Berg hinab.

Leid und Tod kann Jesus seinen Jüngern nicht ersparen. Aber sie sollen wissen, beide haben nicht das letzte Wort, sondern sind Durchgang zu einer neuen Wirklichkeit in Gottes Licht. Richtig verstehen können die drei Jünger immer noch nicht. Deshalb verbietet Jesus ihnen vorerst, von diesem Erlebnis zu erzählen. Erst später, von Ostern her, hilft es ihnen zu erahnen, was mit der Auferstehung von den Toten gemeint ist, und sie werden zu Zeugen dieser ungeheuren Botschaft vom Leben nach dem Tod. Daran können wir uns erinnern lassen, wenn uns heute Leid und Tod begegnen.

Ihre Pastoralreferentin Regina Schwarzer