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JAN. - JUNI 2017



Josefskirche 19. März 2015 18.30 Uhr:

Patrozinium „Heiliger Josef”

Heiliger Josef in der Josefskirche Selten feiern wir einen Heiligen, von dem wir so wenig wissen. Mit großer Mühe versucht man, sein Leben auszuleuchten, seinen Glauben zu beschreiben, seine Art und Weise des Mitwirkens in der Heiligen Familie und im Neuen Testament. Und doch ist er ein Heiliger, über den fast nichts gesagt ist. Er steht am Rande. Er gehört zu denen, die sich in zweiter Reihe befinden. Auch in den biblischen Texten gehört diese menschliche Realität dazu: Nicht jeder steht im Rampenlicht. Nicht jeder steht in der vordersten Reihe und erhält die erste Aufmerksamkeit. Was in Josef geschieht, bleibt im Verborgenen.

Herzliche Einladung zum Festgottesdienst am Tag des Heiligen Josef um 18.30 Uhr in Sankt Josef Bornheim. Musikalisch gestaltet wird der Gottesdienst mit der Unterstützung des Kirchenchores "St. Cäcilia". Anschließend sind Sie eingeladen zu einem Umtrunk in den Josefsaal. Wir feiern den Patron unserer Pfarrei!


Josefsstatue am Turm der Josefskirche Mehrfach begegnen wir dem Heiligen Josef in und an der Josefskirche. Das Bild oben zeigt einen Ausschnitt der Statue des Hl. Josefs, die in der Seitenkapelle der Alten Josefskirche aufgestellt ist. Diese Seitenkapelle ist für Besucher täglich von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet.

Die Turmfasade der Josefskirche zur Berger Straße hin wird beherrscht von einer wuchtigen Statue, die den Heiligen Josef mit dem Jesusknaben darstellt. Das Orginal der Statue wurde 1932 beim Bau der Neuen Josefskirche geschaffen von dem Wiesbadener Bildhauer Arnold Hensler. Bedingz durch die starke Verwitterung des recht weichen Steins, aus dem Hensler die Statue geschaffen hatte, musste bereits 1976 eine Kopie angefertigt werden, die bis heute den Turm ziert.

Grundstein der Josefskirche Am Haupteingang der Kirche unter den Arkarden an der Berger Straße findet sich auf dem Grundstein vom 9. August 1931 eine weitere Abbildung des Heiligen Josefs mit dem Jesusknaben auf dem rechten Arm und einem Modell der Josefskirche in der linken Hand.

Ganz im Verborgenen, nur bei besonderen Anlässen zugänglich findet sich das nächste Bildnis: dieses ziert die Josefsglocke, die größte der vier im Turm hängenden Glocken mit einem Gewicht von 35 Zentnern. nachdem dem ersten Geläute im Turm der neuen Josefskirche nur ein Bestand von rund 10 Jahren gegönnt war, konnte die Pfarrei schon am 9. Dez. 1948 das heutige Geläute mit seinem vier Glocken bei Petit & Gebr. Edelbrock in Gescher/Westfalen gießen lassen.
Josefsglocke Die Chronik berichtet dazu, dass man durch glückliche Umstände in den Besitz der Bronze für den Guss gelangte, Jahrzehnte später haben wir aus einer glaubwürdigen Quelle erfahren, dass diese Bronze vom zerstörten Kaiser-Wilhelm-Denkmal an Deutschen Eck in Koblenz stammte.

Sicherlich die älteste Darstellung des Heiligen Josefs ist in dem Retabel des Hochaltars in dem kleinen Krippenmotiv oberhalb des Tabernakels zu finden. Krippe im Hochaltar
Das Retabel stammt aus der Sammlung des früheren Frankfurter Stadtpfarrers Münzenberger und soll in seinem Ursprung eine fränkische Arbeit des 15. Jahrhunderts sein. Um 1880 kam der Altar in die Josefskirche und wurde in späteren Jahren ergänzt, umgebaut, im zweiten Weltkrieg stark beschädigt, später zerstümmelt und dann 1992 in seiner heutigen Form wieder aufgebaut. An der Rückwand des alten Altarschreins befand sich ein Blattfragment auf dem es hieß: "Anno 1633, dem 29. August, hat her Johann Georg Spiesser, derzeit Schultheiß allhier [Nürnberg] und Anna , seine ehelige Hausfrau diesen Altar wieder renofiern und machen lassen."

Josefsterbealtar Das Bild vom seligen Hinscheiden des Heiligen Josefs, geschaffen mitten im zweiten Weltkrieg von Georg Poppe (geb. 16.02.1883 in Wartha/Schlesien, gestorben 08.12.1963 in Frankfurt), der auch die ursprüngliche Ausmalung der Heilig Kreuz Kirche und weitere Arbeiten in vielen Frankfurter Kirchen geschaffen hat. Eingeweiht wurde es als Altarbild durch dem damaligen Pfarrer Josef Höhler am Kirchweihfest, dem 31. August, des Jahres 1941 in der kleinen Seitenkapelle der neuen Josefskirche. 1992 wurde dort der Beichtraum eingerichtet.

Ebenfalls in der Alten Josefskirche ist in der Weihnachtszeit der Heilige Josef in der dort von unserem Küster mit viel Liebe und Sorgfalt aufgebauten Weihnachtskrippe zu sehen. Stellvertretend für die vielen Versionen des Aufbaus unserer Krippe hier ein Bild von 1948, das uns der ehemalige Josefiner Bernhard Wagner gemailt hat. 1952 ist er mit seiner Mutter in die USA ausgewandert und lebt dort in Buffalo, NY, in der St. Josephs Pfarrei.

Weihnachtskrippe

Heilige Familie
Die nächste Abbildung des Heiligen Josef befindet sich heute über dem Ankleidetisch in der Sakristei. Dargestellt ist die Heilige Familie bei der Arbeit. Maria spinnt Garn mit der Spindel, Josef der Zimmermann bearbetet einen Holzklotz mit Beitel und Hammer und der junge Jesus hilft senem Vater bei der Arbeit. Das Bild wurde 1901 geschaffen von dem Frankfurter Städelschüler, Maler und Restaurator Robert (Philipp) Hieronymi (geboren 27.05.1868 in Frankfurt am Main, gestorben 17.03.1950 in Bonn). Das Bild wurde schon gelegentlich einer Ausstellung im Vatikan durch Papst Leo XIII. bewundert, bevor es die Josefsgemeinde für einen Familienaltar angekauft hat.

Monstranz Kaum bemerkt wird die kleine silberne Statue des Heiligen Josefs an der alten Monstranz. eigentlich kommt sie auch dort nur in entsprechender Vergrößerung zur Geltung.

Christi Geburt Eine weitere mittelalterliche Darstellung des Heiligen Josefs findet sich in dem Bild Christi Geburt das zu einem Zyklus von vier Bildern gehört, die sich in der "Gut Stubb" des Pfarrhauses befinden. Auch diese Bilder sind aus der Sammlung des Stadtpfarrers münzenberger nach Sankt Josef gelangt, allerdings sind dazu die näheren Umstände nicht bekannt.

Mehr zum Heiligen Josef finden sie bei [Wikipedia] und im [Heiligenlexikon]


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