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Augenblick zum 2. Sonntag im Jahreskreis

Augenblick zum 2. Sonntag im Jahreskreis
Augenblick zum 2. Sonntag im Jahreskreis
© Pixabay

Aus dem Johannesevangelium (Joh 1,35-42)

In jener Zeit stand Johannes am Jordan, wo er taufte, und zwei seiner Jünger standen bei ihm. Als Jesus vorüberging, richtete Johannes seinen Blick auf ihn und sagte: Seht, das Lamm Gottes! Die beiden Jünger hörten, was er sagte, und folgten Jesus.
Jesus aber wandte sich um, und als er sah, dass sie ihm folgten, sagte er zu ihnen: Was sucht ihr? Sie sagten zu ihm: Rabbi - das heißt übersetzt: Meister -, wo wohnst du? Er sagte zu ihnen: Kommt und seht! Da kamen sie mit und sahen, wo er wohnte, und blieben jenen Tag bei ihm; es war um die zehnte Stunde.
Andreas, der Bruder des Simon Petrus, war einer der beiden, die das Wort des Johannes gehört hatten und Jesus gefolgt waren. Dieser traf zuerst seinen Bruder Simon und sagte zu ihm: Wir haben den Messias gefunden - das heißt übersetzt: Christus - der Gesalbte. Er führte ihn zu Jesus. Jesus blickte ihn an und sagte: Du bist Simon, der Sohn des Johannes, du sollst Kephas heißen, das bedeutet: Petrus, Fels.

AUGENBLICK

Liebe Mitchristen,

seit etwa zwei Wochen haben wir das Jahr 2020 hinter uns gelassen. Ziemlich still und unspektakulär ging es ins neue Jahr über. Jedenfalls habe ich das so erlebt. Die meisten werden zu Hause im kleinen Kreis gefeiert haben. Das Zuhause, unsere Häuser und Wohnungen, sind im letzten Jahr zu einem bedeutenden Ort geworden. Arbeitsplätze wurden nach Hause verlegt, Kinder zu Hause unterrichtet, mancher war vielleicht öfter zu Hause als ihm lieb war, andere haben die geschenkte Zeit zu Hause sehr genossen.

Im Text des Sonntagsevangeliums hören wir von der Berufung der ersten Jünger. Diese fragten Jesus: „Rabbi, wo wohnst du?“ Und Jesus antwortete ihnen „Kommt und seht!“ Da kamen sie mit und sahen, wo er wohnte, und blieben jenen Tag bei ihm. Jesus lud die beiden Johannesjünger zu sich ein. Sie durften bei ihm Zuhause zu Gast sein. Was sie dort erlebten und wie Jesus wohnte, das erzählt der Text nicht.

Wenn ich jemanden zu mir nach Hause einlade, dann zeige ich ihm damit auch einen Teil meiner Privatsphäre, zeige wie ich lebe, wie ich so ticke, worauf ich Wert lege. Ich bringe demjenigen Vertrauen entgegen, indem ich ihn in meinen persönlichen Bereich einlasse. Und mein Gast lernt mich ein Stückchen besser kennen, er bekommt Anteil an dem, was nicht für alle öffentlich ist.

Die im Johannesevangelium geschilderte Berufungsszene beginnt mit einem Kennenlernen in einer ganz persönlichen Atmosphäre. Zwischen Jesus und den beiden Jüngern entwickelt sich eine Beziehung, die diese Begegnung zum Grundstein hat. Jesus in seinem Zuhause, ganz persönlich, kennen zu lernen, muss die beiden Jünger tief beeindruckt haben, so sehr, dass sie ihm von da an folgten und auch andere zu ihm führten.

Mit dem Beginn des neuen Jahres dauern die Einschränkungen des Vorjahres noch an. Viele wünschen sich die ‚Normalität‘ zurück. Wann und wie das sein wird, das ist momentan nicht absehbar. Uns allen wünsche ich in diesem Jahr aber Begegnungen, wie sie die beiden Jünger mit Jesus erleben durften. Begegnungen, die inspirieren, die Kraft schenken und motivieren und uns letztlich auch die Gegenwart Gottes spüren lassen.

So wünsche ich, auch im Namen des Pastoralteams, Ihnen allen ein hoffnungsfrohes neues Jahr und Gottes Segen für Sie und Ihre Familien!

Herzliche Grüße Ihre Corinna Feth

Corinna Feth
Pastoralreferentin
Eichwaldstraße 4160385Frankfurt am Main
Tel.:069 / 40 56 588 40

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