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AugenBLICK

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© Pixabay

„Verkünde das Evangelium zu jeder Zeit; wenn nötig, benutze Worte.“ Das wird es dem heiligen Franz von Assisi zugeschrieben. Als eine Kollegin das gestern zitierte, dachte ich: genau! Manchmal werden so viele Worte gemacht, dass sie ungehört vorbeirauschen. Große Worte stehen nicht immer für große Wirkung. Schlechte Zeiten also für die Verkündigung? Oder eine neue, wachsende Aufmerksamkeit für das „Zeugnis der Tat“ von uns Christ:innen? Letzteres, finde ich: Sprechender als manches Wort ist das, was ein Mensch tatsächlich tut, wie er / sie sich konkret verhält, wofür er / sie steht – davon kann ich was ablesen, das kann ein starkes Stück Verkündigung sein

„Liebt einander! Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben.“ Das legt Jesus im Evangelium dieses Sonntags denen, die ihm folgen, ans Herz.

Von Gottes Liebe reden: gut. Besser (weil wirkungsvoller): aus Gottes Liebe leben! Sie praktisch bezeugen: einander Respekt geben. Zuhören. Wertschätzen. Trösten. Hungrigen zu essen geben und Durstigen zu trinken, Fremde aufnehmen und Nackte bekleiden, Kranke und Gefangene besuchen. Für Frieden und Gerechtigkeit eintreten, sich für den Erhalt der Schöpfung einsetzen. Segnen … Sie können diese  Aufzählung gerne ergänzen!

Das Evangelium von Gottes Liebe in die Welt bringen, ist Chance und ein Auftrag an uns alle (und nicht nur für die, die am Sonntag darüber predigen): denn wir werden alle an unseren Früchten erkannt und gemessen, nicht so sehr an unseren Worten, nicht an den äußeren Erkennungszeichen wie Kreuze, die wir um den Hals tragen.

Auch in Zeiten, wo die Kirchen leerer werden, suchen Menschen nach Orientierung und Antworten. Sie „lesen“ uns Christ:innen, bevor sie vielleicht auch mal auf ihrer Suche die Bibel in die Hand nehmen.

Deshalb wünsche ich Ihnen, dass Sie in der kommenden Woche spüren mögen, dass Gott Sie herzlich liebt – und dass es Ihnen gelingen möge, liebevolle Spuren bei anderen zu hinterlassen.

Ihre

Gabriela v. Melle,

Pastoralreferentin

Gabriela von Melle
Pastoralreferentin
Schäfflestraße 1960386Frankfurt am Main
Tel.:069 / 40 56 588 71

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