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AugenBLICK

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© Pixabay

Aus dem Urlaub zurück – und immer noch Sommer, Sonne, Schulferienzeit. Da gehen auch die Uhren in der Pfarrei anders: wenige Termine im Kalender, keine Dienstbesprechungen, keine Gremiensitzungen. Also Zeit für das, was sonst nicht in den Arbeitstag passt. Zeit für andere Erfahrungen – davon mag ich Ihnen gerne erzählen! Heute Morgen habe ich die Lebensmittelausgabe in Heilig Geist besucht. Gerettete Lebensmittel, die das Team mit viel Elan in den Geschäften einsammelt, werden an die Leute verteilt. Mein erstes Staunen, welche Menge und welche Vielfalt das Team die Woche über ergattern konnte. All das war schon zusammengestellt und aufgebaut, bevor die Ausgabe um 10 Uhr losging. Gäbe es diese Initiative nicht, würden all diese brauchbaren Lebensmittel auf dem Müll landen – eine bedrängende Vorstellung. Und gäbe es diese Ausgabe nicht, würden die Nutzer:innen finanziell noch mehr unter Druck kommen. Mein Plan war: einfach mal bei der Ausgabe dabei sein und mit offenen Augen und Ohren Eindrücke sammeln, den Gästen Kaffee kochen und mit den Leuten reden. Es ist ein beeindruckender Vormittag geworden! Ich durfte ein engagiertes Team erleben, den herzlichen Umgang miteinander und mit den Abholer:innen. Wärme, Freundlichkeit und Begegnungen auf Augenhöhe: niemand ist hier Bittsteller:in, alle werden als Gäste behandelt. Gerechtigkeit wird groß geschrieben, aber auch Wünsche werden berücksichtigt. Was hier jeden Dienstag geschieht, ist einfach segensreich! Ich bin dem Lebensmittelrettungsteam sehr dankbar dafür und auch den Verantwortlichen in St. Josef, die dieser Initiative Räume in Heilig Geist zur Verfügung gestellt haben. Was ich hier erlebt habe, ist ganz im Sinne Jesu, da bin ich sicher. Ich bin gespannt, ob ich diese Woche auch beim Besuch des Nachbarschaftsfrühstücks, bei den Ferienspielen und im Kinderhaus Ähnliches erleben kann. Wenn ja, dann könnte ich die Frage: „Wo ist Gott im Riederwald?“ mit noch mehr konkreten Beispielen beantworten. Jedenfalls ist er nicht nur in der Kirche zu finden – sondern bei vielen, vielen Menschen guten Geistes. Eine tolle, bereichernde Erfahrung, finde ich.

Gottes Spuren festzustellen ist erstaunlich leicht möglich – probieren Sie’s doch einfach selbst aus! Ich wünsche auch Ihnen gute, vielleicht überraschende, erfreuliche Erlebnisse und Begegnungen.

Mit herzlichen Grüßen und guten Wünschen

Gabriela v. Melle

Pastoralreferentin / Ökumenisches Projekt Frankfurt - Ost

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