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Hilfe im Corona-Blues

Henriette-Fürth-Haus
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Im Henriette-Fürth-Haus, einer Caritas-Notunterkunft für Geflüchtete im Gutleut-Viertel, leben viele alleinstehende Männer. Sie leiden sehr unter dem Lockdown, es fehlen Freizeit- und Bewegungsmöglichkeiten. Mit einer Spendenaktion will die Stadtversammlung der Frankfurter Katholikinnen und Katholiken nun ein wenig Schwung in ihren Alltag bringen.

 

FRANKFURT. – Geflüchtete Kinder und Familien in Frankfurt brauchen Hilfe und Unterstützung, in der Pandemie umso mehr. Doch was ist mit geflüchteten alleinstehenden Männern, die durch die Corona-Beschränkungen ebenfalls stark von der Krise betroffen sind - mit allen psychischen und physischen Folgen? Sie werden oft vergessen.

 

Die Stadtversammlung der Frankfurter Katholikinnen und Katholiken möchte helfen – und hat deshalb eine Spendenaktion für das Henriette-Fürth-Haus, eine Caritas-Einrichtung für Geflüchtete im Gutleut-Viertel, ins Leben gerufen. Gebraucht werden 2000 Euro, von denen ein Outdoor-Schach und eine Tischtennisplatte angeschafft werden sollen.

 

Auch an einigen Kirchorten und in Pfarreien wird für die Aktion gesammelt. So möchte die Dompfarrei die Hälfte der diesjährigen Fronleichnamskollekte für diesen Zweck verwenden. Auch St. Bonifatius, St. Jakobus und St. Josef sowie die beiden Gemeinden im Gallus haben ihre Unterstützung zugesagt. Weitere könnten folgen.

 

In der Notunterkunft für Geflüchtete leben knapp 300 Menschen. Viele davon sind alleinstehende Männer, für die es nur wenige Angebote zur gesellschaftlichen Integration und Teilhabe gibt. Das soll sich mit Hilfe der Aktion nun ändern. „Freizeit- und Bewegungsmöglichkeiten spielen hier eine große Rolle, doch vieles ist in diesen schwierigen Zeiten nicht möglich. Um das Gemeinschaftsleben auch für die Männer in unserer Unterkunft zu verbessern, freuen wir uns über Unterstützung zur Anschaffung einer Tischtennisplatte und eines Schachspiel für den Außenbereich“, sagt Anne Grothe vom Henriette-Fürth-Haus.

 

Die Stadtversammlung der Frankfurter Katholik*innen hatte sich bei ihrer Sitzung im Dezember mit den Corona-Auswirkungen auf Frankfurt beschäftigt und sich in diesem Zusammenhang auch mit der Situation der Männer in der Caritas-Unterkunft befasst. Marianne Brandt, die Vorsitzende der Stadtversammlung, erinnert sich noch gut an einen persönlichen Besuch der Einrichtung, der während des Lockdown natürlich umso bedrückender war. Es ist ihr Anliegen, dass die Männer eine Sport- und Freizeitmöglichkeit bekommen: „Zu erleben, wie eng die Männer zusammenleben, hat mich sehr berührt. Sie brauchen unsere Hilfe – wir dürfen auch sie nicht vergessen!“

 

Wer außerhalb der Kollekte für die gute Sache spenden möchte, kann dies ebenfalls tun, und zwar an folgende Kontoverbindung (Spendenbescheinigungen werden ausgestellt):

 

Gesamtverbandes der katholischen Kirchengemeinden in Frankfurt am Main

IBAN DE48 5005 0201 0200 5520 15

Stichwort: Henriette-Fürth-Haus

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