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Jesus sagte ihnen durch ein Gleichnis, dass sie allezeit beten sollten.

AUGENBLICK - ein Gedanke aus dem Einblick 2019/31
Jesus sagte ihnen durch ein Gleichnis, dass sie allezeit beten sollten.
Jesus sagte ihnen durch ein Gleichnis, dass sie allezeit beten sollten.

Liebe Mitchristen,

Wer von Ihnen kennt das nicht? Man bittet um etwas, aber keiner hört. Sie bitten womöglich Ihren Partner/ Ihre Partnerin oder Ihre Kinder darum, das Geschirr in die Spülmaschine zu räumen. Letztlich müssen Sie es aber doch selbst machen, da Ihrer Bitte einfach nicht nachgegangen wurde.

Im Evangelium hören wir von einer Witwe, die bittet und betet und lange nicht gehört und ernstgenommen wird. Unerhörte Gebete- wie oft schicken wir ein Stoßgebet mitten im Alltag zu Gott? Um was habe ich nicht schon alles bei Gott gebetet und hatte doch das Gefühl, dass es nicht gehört wurde. Lasse ich mich davon entmutigen? Verliere ich mein Vertrauen zu Gott? Warum sollte ich zu ihm beten, wenn eh nichts passiert?

Fragen, die sicher den meisten Menschen in der einen oder anderen Form schon begegnet sind. Vielleicht haben Sie sich diese Fragen selbst schon einmal gestellt. Doch geht es beim Beten wirklich nur darum, Gott um etwas zu bitten? Das Gebet zu Gott ist mehr als nur eine Formulierung von Bitten. Nach Teresa von Avila ist das Gebet „nichts anderes als ein Gespräch mit einem Freund, mit dem wir oft und gern allein zusammenkommen, um mit ihm zu reden, weil er uns liebt.“ Im Gebet können wir unser Leben vor Gott bringen, ihm alles erzählen und uns ihm anvertrauen im Guten wie im Schlechten. Das Gebet stärkt unsere Beziehung zu Gott. Wir müssen uns nicht verstellen, wir dürfen darauf vertrauen, dass Gott uns so annimmt wie wir sind und dass er uns zuhört. Wir dürfen im Gebet bitten, danken, uns freuen aber auch klagen. Und Jesus sagt uns zu: Gott wird uns Recht verschaffen. Er wirkt für und mit uns in unserem Leben. Und so wünsche ich Ihnen, dass Sie in Gott einen Freund finden, dem Sie sich jederzeit im Gebet anvertrauen können mit allem was Sie beschäftigt und bewegt.

Ihre Pastoralassistentin Corinna Feth