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APRIL, APRIL: Spatenstich geglückt

Bau der Tiefgarage wegen Corona-Pause vorgezogen
APRIL, APRIL: Spatenstich geglückt
APRIL, APRIL: Spatenstich geglückt
Wie die Tiefgarage auf diesem Symbolbild, wird sich auch das Parkdeck unter der Josefskirche, durch breite Fahrstreifen kennzeichnen.

April, April!

Mit unserer Idee, eine Tiefgarage unter die Josefskirche zu bauen, wollten wir uns in der schweren Corona-Zeit einen kleinen Scherz erlauben. Wir hoffen, dass diese Krise alsbald überwunden ist und wir wieder gemeinsam Gottesdienst feiern können. Bleiben Sie gesund!

Von Rainer Löß

Mit dem Spatenstich wurde ein großer Schritt zu mehr Parkraum mitten in Bornheim getan. Der Bau der Tiefgarage unter der Josefskirche wird durch die Corona-Regelungen sogar um Monate beschleunigt.

Schon 2022 sollen die ersten Autos unter der Josefskirche parken können. Die bereits seit einigen Jahren planfestgestellte Tiefgarage wird dann Wirklichkeit. „Wir nutzen die gegenwärtige Absage aller Gottesdienste, um die Bauarbeiten zügig voranzutreiben“, heißt es aus dem Verwaltungsrat, der für Bautätigkeiten in St. Josef zuständig ist. Die Tiefgarage soll aus zwei Parkebenen bestehen und insgesamt Platz für 186 Autos geben.

Zum Spatenstich am Dienstag waren wegen der gegenwärtigen Abstandsregelungen keine Zuschauer zugelassen.

Die Zufahrt zur Tiefgarage wird von der Berger Straße ab und unter den Arkaden entlang führen. Die Rampe führt Autofahrer in einer Rechtskurve unter die Alte Josefskirche. Die Ausfahrt wird über den Roten Platz hinter der Kirche und die Eichwaldstraße geregelt. Der Hauptzugang unter dem Kirchturm wird für die Autoinsassen barrierefrei über einen Fahrstuhl und Rampen gestaltet. „Wir freuen uns, dass künftig Gottesdienstbesucher von weit her kommen können“, sagt Pfarrer Michael Schmidt.

Corona-Pandemie macht Tempo auf der Baustelle

Weil durch das neuartige Coronavirus COVID-19 sämtliche Eucharistiefeiern ausfallen, steht der Kirchenraum derzeit leer. „Die Maßnahmen gegen die weitere Verbreitung, beschleunigt die Tiefbauarbeiten“, sagt der zuständige Bauleiter. So können derzeit großspurig Bänke auf die Seiten geschoben und das Erdreich auf etwa acht Metern Tiefe ausgehoben werden. „Die Kirche so leer zu sehen, macht mich natürlich einerseits traurig, andererseits nutzen wir die Leere auf ideale Weise", so Schmidt.

Für die Tiefgarage muss der Kirchenraum auf ganzer Länge aufgegraben werden. "Die Statik ist nicht gefährdet", heißt es aus dem zuständigen Statikunternehmen, das bereits beim Kölner U-Bahn-Bau beauftragt wurde. So würden die tragenden Säulen und Wände nicht untergraben. Ursprünglich wollten die Bauleiter zunächst unter dem Chorraum Tiefarbeiten vollziehen und sich erst später zur Orgel hinarbeiten. Wegen des Corona-Shutdowns kann nun auf der gesamten Fläche des Kirchenraums gearbeitet werden, was den Verwaltungsrat freue: "Das bringt uns viele Monate."

Parkgebühren

Die Garage wird täglich bis 20 Uhr geöffnet sein. Wer einen der Gottesdienste besucht, kann das Ticket während des Kommuniongangs entwerten lassen. Die ersten 50 Minuten sind frei. Wir bitten Gottesdienstbesucher dennoch, nicht vorzeitig die Gottesdienste Richtung Tiefgararage zu verlassen.

"Nun hoffen wir, dass die Corona-Pause noch etwas anhält", sagt Pfarrer Schmidt angesichts der aufgerissenen Böden in der Kirche. Den Planungen nach könnte auf einem provisorischen Boden bereits zum Weihnachtsfest ein Gottesdienst mit Publikumsverkehr in der Josesfkirche stattfinden.

Für den Bau sind Kosten von rund 15 Millionen Euro angedacht, sie werden hälftig vom Bund und vom Land bezahlt. "Zum Glück müssen wir keine Kirchensteuermittel aufwenden", sagt ein ranghoher Ehrenamtlicher aus dem Verwaltungsrat. Mit den Einnahmen aus den Parkgebühren erhoffen sich Parrei und Kommune, die Investitionskosten wieder rein zu bekommen.

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