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Orte der Sakramentenspendung

Der Raum der Kirche ist Ort der Spendung der Sakramente. Aber die Kirche ist nicht der einzige Raum, in dem die Sakramente gespendet werden. Ein Sakrament ist ein besonderer Gottesdienst. Durch ein Sakrament wird etwas endgültig. Gehen wir die Sakramente der Reihe nach durch:

Die Taufe ist ein Ritus, bei dem ein Mensch in die Gemeinschaft der Christen eingegliedert wird. Sie ist auch Voraussetzung zum Empfang der anderen Sakramente. In St. Josef wird am Eingang der Kirche am Taufbecken getauft. Dort sind in einer kleinen Wandnische auch weitere Utensilien zum Taufen untergebracht. Selten, wenn z.B. das Leben eines Neugeborenen in Gefahr ist, kommt es vor, dass eine Nottaufe dort, wo das Kind gerade ist, durchgeführt wird.

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Am Weißen Sonntag, dem Sonntag nach Ostern, gehen alle Kinder, die sich mehrere Monate darauf vorbereitet haben, zum ersten Mal zur Hl. Kommunion. Jeden Sonntag wird in der Eucharistiefeier die hl. Kommunion gespendet: Die Gläubigen kommen nach vorne fast bis zum Altar, um die Kommunion zu empfangen, und zwar meistens nur die Hostie, das gewandelte Brot. Der Kommunionspender sagt: „Der Leib Christi“, der Empfänger sagt: „Amen“. Bei besonderen Gelegenheiten wird den Gläubigen auch das „Blut Christi“, also der gewandelte Wein, im Kelch zum Trinken oder zum kurzen Eintauchen der Hostie gereicht. Die Kirche ist nicht der einzige Ort für die Hl. Kommunion. Manchmal gehen Gläubige zu Kranken oder Älteren nach Hause oder ins Krankenhaus, bekommen vorher vom Priester die Hostie in einer Kapsel mit und spenden ihnen dort die hl. Kommunion.

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Das Sakrament der Firmung: Dafür ist die Kirche der klassische Ort. Wie bei der Taufe und der Ersten Heiligen Kommunion ist dies ein großes und einmaliges Fest mit Familie und Gemeinde. Der Kirchenraum ist wie die Taufe und die Kommunion am besten geeignet, weil hier die Zugehörigkeit zur Kirche als Gemeinschaft durch die Salbung besiegelt wird.

Was ist die Firmung?

Das Sakrament der Buße, auch Beichte genannt, hat in vielen Kirchen seinen Ort in den Beichtstühlen, kleinen Zimmern meist an den Seitenwänden des Innenraumes. Heute gibt es aber in vielen Kirchen keine Beichtstühle mehr. Dann vereinbart man mit dem Priester einen Ort, meist ein Sprechzimmer oder, wenn die Kirche leer ist, eine Ecke, wo man vertraulich, ohne dass andere mithören können, miteinander sprechen kann. Denn beide, derjenige der beichtet und der Beichtvater, müssen streng auf das Beichtgeheimnis achten. In St. Josef gibt es einen Beichtraum. Ist ein Priester mit Beichtbefugnis zugegen und ist er bereit, die Beichte abzunehmen, dann könnte man an jedem Ort beichten, sogar beim Wandern auf einer Jugendfreizeit oder auf einer Pilgertour, wenn sonst keiner zuhört. Vor der Firmung, vor der Eheschließung, vor der Priesterweihe, vor dem Sterben, oder immer mal wieder, kann es sehr erleichtern, auf diese Weise vor Gott „reinen Tisch zu machen“.

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 Auch die Krankensalbung kann überall vom Priester gespendet werden, typischerweise jedoch am Krankenbett, also im Krankenhaus, Alten- und Pflegeheim oder zuhause, weniger in der Kirche. Es kommt jedoch selten vor, dass Heilungsgottesdienste angeboten werden, bei denen ausdrücklich und ausnahmsweise auch einmal in der Kirche die Spendung der Krankensalbung an die einzelnen Besucher angeboten wird.

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Auch die kirchliche Eheschließung findet meistens in der Kirche statt, aber andere würdige Orte, kleine Kapellen, manchmal sogar das Wohnzimmer oder ein schöner Garten, können auch Orte dafür sein. Für andere Orte braucht man aber eine Genehmigung.

Die Kirche ist Ort der Priesterweihe. Da Priesterweihen meist nur einmal im Jahr für das ganze Bistum gefeiert werden, finden sie meist im Dom am Bischofssitz statt, kaum in einer normalen Pfarrkirche wie St. Josef. Die neuen Priester binden sich an das Bistum und geloben dem Bischof Gehorsam. Kehrt der neugeweihte Priester aber in die Pfarrei zurück, in der er aktuell arbeitet, kann man seine Primiz besuchen, das ist die allererste Messe, die er als Priester mit den Gläubigen feiert. Dann gibt es den besonderen Primizsegen.

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